Nun war es endlich soweit. Das Bockjagdwochenende lag vor mir und ich wollte die DJI Osmo zum Dreh mitnehmen. Deshalb bin ich einen Tag, bevor es nach Sieversdorf ging, noch einmal in den Rudolph Wilde Park gegangen und habe dort die neue DJI Osmo das ERSTE mal eingesetzt.

Ich habe verschiedene Modis getestet, im Video, dass man auf dieser Seite sehen kann, habe ich die Version mit 50 Frames in der Sekunde genommen. Wie man sehen kann sind die Bewegungen flüssig und man kann schon sagen, dass diese kleine Handkamera einer großen Steady Cam durchaus nahe kommt. Hier das Video:

Das Handling der Kamera ist relativ simpel, man muss sich halt mit dem Gerät beschäftigen.
Wenn man die DJI Go App installiert hat, ist das Handling mit dem Iphone 6 zunächst einmal etwas gewöhnungsbedürftig. Zudem kommt, dass man immer eine kleine Zeitverzögerung – zwischen dem Bild welches auf der Kamera aufgezeichnet wird und dem Bild welches auf dem Smartphone angezeigt wird – hat. Beim Ton mit dem mitgelieferten FM – 15 Flexmic sollte man keine Kunst erwarten, es reicht aus, jedoch kommt der Ton nicht an eine professionelle Tonstrecke ran.
Ganz wichtig beim Ton, ist dass man das Smartphone in den Flugmodus schaltet und das W-Lan danach wieder aktiviert, zumindest war es so bei meinem Iphone 6. Im Normalen Modus ist der Ton einfach Mist, dass kann man nicht anders sagen.

Härtetest DJI OSMO & Outdoor Einsatz

Am nächsten Tag ging es nun nach Sieversdorf. Das liegt in der Nähe von Frankfurt Oder. Einige sagen ja, dass die Osmo eine Action Cam ist. Ich bin da ganz anderer Meinung. Während der 3 Drehtage hatte ich mit folgendem Problem zum kämpfen: Brandenburger Staub!!!
Wir hatten am Wochenende bis zu 30 Grad und beim Outdoor Einsatz der Osmo war ich mir nicht sicher ob die Osmo mit dem feinen Staub auf den Feldern klar kommt. Der Gimbel mit der Kamera hat am Kugelkopf ja Lüftungsschlitze, dahinter ist der Lüfter der den kleinen Kamerakopf kühlt. Meine Gedanken waren also immer: Hauptsache da kommt kein Staub rein, sonst war es das gewesen mit der Kamera.
Ich war beim Einsatz also immer auf Vorsicht bedacht. Deswegen sage ich auch das die DJI OSMO für mich keine Action Cam wie die GO Pro ist. Eine Action Cam kann auch mal zu Boden fallen und läuft weiter.
Eine Action Cam kann man mit einen Gehäuse auch im Wasser einsetzen. Das kann man mit der Osmo eben nicht. Wenn es Dunkel wird, wird es mit der Osmo auch schwer. ISO und Shutter gehen nach oben, das Rauschen im Bild nimmt zu.
Für schwierige Lichtverhältnisse ist diese Cam auch nichts. Was mich störte, waren die Geräusche die man beim Ein und Ausschalten hörte. Gerade wenn man auf Ansitz ist kann das störend wirken. Wenn man über die App diese Geräusche noch wegbekommen würde, wäre das super. Die Akkuleistung ist auch nicht so dolle, es macht Sinn bei einem Outdoor Dreh mehrere Akkus dabei zu haben. Die Offene Blende von 2,8 ist schön und gut, jedoch wäre es sicherlich hilfreich wenn man die Blende individuell einstellen könnte.

Warum habe ich die Kamera trotzdem im Outdoorbereich eingesetzt?

DJI OSMO

DJI OSMO

Mir ging es bei dem Drehtermin in Sieversdorf vor allem um die Stabilisierung der Bewegung in Wald und Feld. Da kommt die Stärke der Kamera zum Tragen. Wer Bewegungen und Gänge für sein Video haben will, kommt an der Osmo nicht vorbei. Wie schon weiter oben erwähnt, macht die Kamera dort ganze Arbeit.

Mein Fazit? Ich würde die Kamera immer wieder zum Einsatz bringen, als Zweitkamera ist die Osmo einfach super. Stimmungsvolle Bilder in Bewegung, mit der Osmo kein Problem. Minuspunkte: Drehen im Dunkeln, Lüftungsschlitze, Blende nicht einstellbar, Laute Geräusche beim Ein und Ausschalten. Auf einer Liste von 0 – 10 bekommt die DJI Osmo von mir 8,5 Punkte.