Bockjagd mit Sascha Klären in Sieversdorf im Land Brandenburg

12 Kilometer Stau von Berlin Richtung Frankfurt/Oder, eine Fahrt mitten in der Nacht über die Dörfer von Ostbrandenburg und eine nicht existierende Funkverbindung meines Iphones, machten die Anfahrt nach Sieversdorf schon mal sehr abenteuerlich. Ich wollte ja eigentlich schon gegen 19:00 da sein, jedoch war am 30.4. 2014 bei mir Bürotag angesagt.
Rechnungen schreiben, Steuererklärung musste auch  noch gemacht werden – ich hatte also zu tun. Denoch – 21:00 Uhr ging es endlich los. Gegen 23:00 war ich dann auch endlich da angekommen, wo ich hin wollte. Sieversdorf ca. 10 Kilometer Luftlinie von der polnischen Grenze entfernt, empfing mich mit Dunkelheit. Hier war es totenstill. Man hörte wirklich nur Natur.
Als Kameramann aus der Hauptstadt Berlin bin ich ja nun schon sehr oft zum Drehen in der Natur gekommen und ich muss sagen, dass es immer wieder schön ist, wenn man seinen Geist mit soviel Frischluft für die Zellen verwöhnen kann. Viele wissen gar nicht wie erholsam so ein Tag im Wald sein kann. Ich ging also ins Bett, plünderte vorher noch Andis Kochtopf der mit Wurstsalat gefüllt war, ohne  das ich wusste das es Salat war und kochte den Salat mal eben schnell auf, bevor es dann Zeit war um noch 2 Stunden Schlaf zu bekommen. Es schmeckte vorzüglich nach Bayern. Danke Andi an dieser Stelle noch mal. Am nächsten Morgen gegen 4:00 – hieß es „AUFSTEHEN„. Als ich Sascha an diesem Morgen traff, hatte der seinem Namen als „Mann für Strecke“ schon wieder alle Ehre gemacht – ein Überläufer musste in der letzten Nacht dran glauben. In der Zeit, seit ich Sascha filmisch unterstütze, gab es sehr wenige Tage wo Sascha keinen Erfolg hatte. Es verwunderte mich also nicht und wenn ich dann dieses Grinsen in 2 Meter Höhe vor mir sah, wusste ich: „Es loft mal gerade wieder richtig RUND“ beim Langen. Nun ging es also los. Die erste Stunde, verbrachten wir auf einem Hochsitz mit Blick über ein Riesenrapsfeld. Wäre Sascha nur 50 Zentimeter kleiner, hätten wir beide Platz gehabt auf der Kanzel. Es wurde hell und Sascha erblickte den ersten Bock. 500 Meter Entfernung – das war selbst für einen Klären zuviel. Wir mussten uns also ranpirschen.
Das war meine erste Pirsch, weitere in Sieversdorf, Stavenhagen und Brandenburg sollten folgen. Sascha streckte an diesem Morgen ein Schmalreh und einen guten Bock, der uns auf dem Weg zum Auto entgegen kam und somit den ersten Part der Bockjagdsaison 2015 zu einem guten Abschluss brachte.
Am Abend ging es dann auf ein Flurstück. Bei Vollmond haben wir dort 2 Überläufer strecken können. Aus der ersten Rotte Sauen schossen wir einen Überläufer auf dem Weg zum Bache weg. Als wir das Stück dann bergen wollten, kam uns die zweite Rotte entgegen und Sascha schoss auch hier einen guten Überläufer heraus. Nun war ich als Kameramann dazu verdonnert worden die Stücke auch zu bergen. Ich kann nur sagen, dass „80 Kilos über den Acker schleppen“ und dass „bei Vollmond“ besser ist, als jedes Fitnesszentrum. Danke noch mal dafür Sascha.