Bockjagd mit Stefan Niedfeld vom Oldenburger Jagdcenter in Mecklenburg – Vorpommern und im Land Brandenburg

Mitte April war es endlich soweit. Stefan Niedfeld vom Oldenburger Jagdcenter – mit Ihm habe ich das Taubenjagd Video in Vechta gedreht – meldete sich bei mir. Er fragte ob Lust hätte bei einer Bockjagd über 3 Tage dabei zu sein. Ich sagte sofort zu, schliesslich hatte Sascha Klären von der Jagdschule der Insel Rügen mir schon viel über den Saisonauftakt in der Jagd erzählt. Und so kam es das ich vom 30.04 bis zum 4.5 insgesamt nur ca. 20 Stunden Schlaf hatte. Hätte ich vorher gewusst was mich erwartet, dann hätte ich wohl nicht so schnell zugesagt. Fazit: Ohne Kondition und starken Willen hält man das nicht aus. Für Menschen mit schwachen Gemüt sei gesagt – MITMACHEN, DENN DAS BRINGT DICH AN DEINE GRENZEN. Mental sowieso und Körperlich ebenso.
Neben guten Sitzfleisch, sollte man auf Fälle Geduld mitbringen und in der Zeit, wo kein Anblick von Tieren möglich ist, die Zeit nutzen um entweder die Natur zu erleben oder eben als Kameramann Stimmungen einzufangen.

Auf gehts zur Bockjagd nach Sieversdorf

Aus Berlin kommend, ging es für die ersten Tage in Richtung Sieversdorf zur Bockjagd, nahe der polnischen Grenze. Dort angekommen, erwartete mich schon mein Buddy Sascha, der mir voller Stolz verkündete das in der ersten Nacht ein Überläufer gestreckt wurde. Nach dem ersten Tag in Sieversdorf ging es dann mit ziemlich heruntergekommen Reifen an meinem Mini Cooper Richtung Stavenhagen. Dort erwartete mich Stefan Niedfeld und was soll ich sagen: Der Mann hat es einfach drauf. Kaum angekommen ging es auch schon auf Pirsch. Ich hatte eigentlich die Vermutung, dass wir in der Dämmerung losziehen, doch Stefan machte gleich Nägel mit Köpfen und zog gegen 15:00 nahe der Ivenacker Eichen los um Rehwild zu strecken. Wie man im Bockjagd Video sehen kann, ist Ihm das auch bestens gelungen. Nach nur ca. 10 Minuten hatten wir den ersten Anblick.

Nach dem Stefan dann den einhörnigen Bock streckte, konnten wir von einem gelungenen Auftakt nach Maß sprechen. Danach ging es dann weiter – ca. 3 Kilometer Pirsch und das in gebückter Haltung, mit 10 Kilo Rücksack und wachen Geist, sollten am Ende Bock Nummer 2 strecken. Ich muss als Novice sagen, dass ich es Stefan echt nicht zugetraut hatte so dicht an das Rehwild zu kommen. Im Nachhinein kann ich deshalb nur sagen: „es war eine Lehrvorführung wie man auf offenen Feld Tiere zum Anblick bekommt und in Schussdistanz kommt“. Am Abend ging es dann in Richtung Kummerower See, wo der nächste Bock fallen sollte. Immer dabei, das Leica mit 16 facher Vergrößerung und die Sauer, mit der Stefan schon bei der ersten Pirsch erfolgreich war.

Wie auch bei der Taubenjagd in Vechta, hatte Stefan modisch wieder voll ins Schwarze getroffen. War es in Vechta noch der Laksen Tweed, so musste nun die schwedische Edelmarke „Härkila“ dran glauben. Und was soll man sagen, die Kleidung hat ihren Zweck erfüllt. Neben dem schönen Wetter am ersten Tag in Stavenhagen, hatten wir am zweiten und dritten Tag in Brandenburg dann mit Wind und Regen zu kämpfen, was dem Anzug von Stefan in keinster Weise etwas anhaben konnte. Da war ich mit meiner Lederhose schon deutlich schwieriger drane, weil eben doch etwas schwerer, denoch muss ich sagen, das der 175,00 Kauf in Dortmund sein Geld wert ist, denn wie schon bei der Taubenjagd in Vechta, hat sie mir wieder gute Dienste geleistet.